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Samstag, 19 September 2020

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Der Virologe Alexander Kekule, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie am Universitätsklinikum Halle an der Saale, geht davon aus, „dass es in diesem Jahr in Deutschland keine Fußballspiele mehr mit Zuschauern geben wird“. Ähnlich argumentiert der renommierte Virologe Christian Drosten. Der Leiter der Virologie der Charité in Berlin erwartet in Sachen Freizeitaktivitäten auf absehbare Zeit keine Rückkehr zur Normalität in öffentlichen Einrichtungen.
„Der deutsche Profifußball muss sich darauf einstellen, dass seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Ich glaube überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig. Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben", erklärt Drosten in einem Stern-Interview und ergänzt: „Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten müssen. Lediglich bei Maßnahmen wie Schulschließungen werde vermutlich in näherer Zukunft zu prüfen sein, ob diese wirklich den gewünschten Effekt erzielt hätten.“ Es wird somit immer wahrscheinlicher, dass selbst Profi-Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den kommenden Monaten nicht durchgeführt werden können, um stadionferne Menschenansammlungen zu unterbinden.

Was aber, wenn sich die Vorahnungen der beiden Wissenschaftler bewahrheiten sollten, wenn tatsächlich mehrere Monate das runde Leder nicht mehr rollen könnte? Wahrscheinlich beziehen sich die Vermutungen von Kekules und Drosten nur auf den professionellen Fußballsport, der so sehr an der Nabelschnur der Fernseh-Geldgeber hängt, dass trotz Millionen-Etats schon bald mit insolventen Vereinen zu rechnen sein wird.
Fußball wird in diesen Tagen aber zur unwichtigsten Nebensache der Welt. Und trotzdem wird bei der Deutschen Fußballliga alles dafür getan, dass vielleicht schon in Kürze in den Bundesligen - auch ohne Zuschauer – wieder der Spielbetrieb aufgenommen werden kann. Dabei geht es vor allem auch um Zehntausende von Arbeitsplätzen im Umfeld der Bundesliga-Spiele. Aber vielen Beschäftigten wird auch dann die Arbeit fehlen, wenn die Spiele ohne Publikum durchgeführt werden. Beispielsweise die Caterer, Sicherheitspersonal, Eingangskontrolleure, aber auch Hoteliers, Restaurantbesitzer oder Taxifahrer. Bei der berechtigten Forderung nach Solidarität sind jetzt bei den Bundesligisten vor allem die hochbezahlten Profi-Fußballer gefordert, die durch Gehaltsverzicht zumindest das vom Verein festangestellte Personal unterstützen können. Erste Beispiele sind hier bereits bekannt.