Bezirksliga Mitte
FV 1912 Wiesental I – TC Neidenstein I 4:6
Beide Mannschaften traten in ihrer jeweils stärksten Besetzung an und unterstrichen nicht nur dadurch die Wichtigkeit der Paarung im Hinblick auf die Aufstiegsmöglichkeiten.
Um es vorwegzunehmen: das ausgeglichenere und somit bessere Team, zumindest an diesem Tag, verließ als Sieger die FV-Halle. Und das war der TTC Neidenstein. Alles überragend deren Spitzenspieler und früherer 2. Liga Akteur: Ulf Mertens. Er lieferte sich mit Alexander Herberger ein mitreißendes Duell, welches für sich allein schon die Zuschauer für das Kommen entlohnte.
Somit tauschte der TTC Neidenstein mit dem FV Wiesental die Tabellenposition, und befindet sich hinter SG Neuenbürg/Unteröwisheim auf den 2. Platz. Unrealistisch die Annahme, dass sich die SG Neuenbürg/Unteröwisheim im abschließenden Spiel mit einer Niederlage noch vom ersten Platz verdrängen lässt.
Sollte Neidenstein das letzte Verbandsspiel gegen Forst gewinnen, würde selbst ein hoher Sieg des FV Wiesental in der anstehenden finalen Paarung in Helmsheim nicht mehr reichen den Relegationsplatz zu belegen. Zu gut ist das Spielverhältnis der Neidensteiner im Vergleich zum FV – Quartett. Die hervorragend gespielte Nachrunde konnte die zahlreichen Ausfälle privater und beruflicher Art, die sich durch die Vorrunde zogen und daraus resultierende Punktverluste, nicht kompensieren.
Zum Spielverlauf
Eine Punkteteilung brachten eingangs die Doppelpaarungen. Alexander Herberger / Jannik Bayrak setzten sich gegen das Spitzendoppel der Gäste Mertens / Ziesak mit 3:0 durch. Basis für den Auftaktsieg war das konsequente Angriffsspiel der beiden Wiesentaler. Deutlich mehr versprach man sich vom zweiten Doppel Marcel Drexler / Dirk Seidel. Sie fanden zu keiner Phase der Begegnung gegen Jäger / Küllmar in das Spiel. Eine 3:0 Niederlage war das Resultat. Somit ging die riskante Finte, die Doppel zu tauschen, aus Sicht der Wiesentaler nicht auf.
Alexander Herberger gewann daraufhin mit 3:0 gegen Robin Jäger, und zeigte schon bei seinem ersten Einzel, dass er für die spätere Spitzenpaarung gut vorbereitet ist.
Auch Jannik Bayraks vielleicht beste Saisonleistung reichte gegen den Spitzenspieler der Gäste, Ulf Mertens, nicht aus. Immerhin konnte er einen Satz gegen den Könner gewinnen, um ihm in der Summe mit 1:3 den Vortritt lassen zu müssen.
Die folgenden Partien waren für das Endergebnis ausschlaggebend. Weder Marcel Drexler noch Dirk Seidel konnten an die gezeigten Leistungen vergangener Verbandsspiele anknüpfen. Dirk Seidel fand zu einem für die Partie entscheidenden Zeitpunkt keine Mittel gegen Ziesak. Eine 1:3 Niederlage war unvermeidlich.
Die Gäste zogen auf 2:4 aus Wiesentaler Sicht davon. Wollte man gewinnen, so durfte kein Spiel mehr an den Gegner gehen. Eine nicht zu meisternde Aufgabe gegen ein motiviert auftretendes Gästeteam, wie der weitere Verlauf zeigte.
Gespannt schaute man auf die Spitzenpaarung des Tages wo zwei der drei stärksten Bezirksligaspieler aufeinander trafen. Begeisternder Tischtennis Sport wurde geboten. Alexander Herberger zog alle Register seines Könnens, und hätte sogar die Partie mit 3:1 für sich entscheiden können. Zwei Matchbälle fanden nicht den Weg auf sein Konto, wobei auch das Pech eine Rolle spielte. Auch im fünften Satz stand ein Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden Sportlern an, welches Ulf Mertens mit 11:9 für sich entschied.
Somit war als Maximalausbeute lediglich noch ein Unentschieden zu holen. Es war einfach nicht der Tag der Wiesentaler. Zwar konnte Jannik Bayrak gegen Robin Jäger einen 0:2 Rückstand aufgrund einer kämpferisch starken Leistung in einen 3:2 Sieg umwandeln, und Marcel Drexler durch eine Leistungssteigerung ebenso im fünften Satz gegen Ziesak gewinnen, aber das letzte Spiel ging wieder an die Gäste.
Auch hier erwischte der ansonsten verlässliche Dirk Seidel einen schwarzen Tag. Nichts gelang, was ihn während vergangener Spiele der laufenden Runde auszeichnete. Sein Angriffsspiel fand bei der 1:3 Niederlage kein Durchkommen, wodurch der 4:6 Endstand aus Sicht der Wiesentaler feststand.

Alex Herberger gegen Ulf Mertens
Foto: RM
Vorschau
Sa., 25.04.26 18:00 Uhr TV Helmsheim I – FV 1912 Wiesental I
Trotz der weniger guten Ausgangslage ist das FV – Quartett motiviert, die Verbandsrunde mit einem abschließenden Sieg zu beenden. Zum Einsatz kommt wiederum der Youngster Linus Machauer, der gegen Helmsheim schon zur Vorrunde spielte und auch punkten konnte.
Jugend 19
TTV Zeutern – FV 1912 Wiesental 7:3
Siege: Vogel/Ries, Alazbaki, Ries