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Samstag, 04 April 2020

Vereinsspielplan
Fußball

 



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Die Corona-Krise dürfte aber auch Auswirkungen auf den Amateurfußball haben. Wann hier wieder gespielt werden kann, steht ebenfalls in den Sternen. Vielleicht aber setzt in den Vereinen ein Umdenken ein, und die Erkenntnis wird gestärkt, dass es Wichtigeres gibt als die pure Jagd nach Toren, Siegen und Punkten, zumal das nachlassende Publikumsinteresse gerade in den unteren Spielklassen die finanziellen Ausgaben oftmals nicht rechtfertigt. Die Frage muss erlaubt sein, welchen Sinn es macht, wenn ein Fußballclub einen sechsstelligen Saisonetat benötigt, damit er - zumal oft auch nur vor wenigen Zuschauern - in der fünft- oder sechsthöchsten Liga spielen kann.
Im Vorteil sind deshalb Vereine, die den Spielbetrieb ihrer aktiven Mannschaften vor allem mit eigenen Akteuren bestreiten. In eine finanzielle Schieflage können Fußballclubs kommen, die ihre Spieler mit Amateurverträgen gebunden haben und diese Verpflichtungen auch ohne Einnahmen einhalten müssen. Dabei reichen in keiner Spielklasse die Eintrittsgelder von den Heimspielen für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs mit den Kosten für Schiedsrichter, Trainer-Gehälter, Sieg- und Einsatzprämien, Sportplatzpflege, Energiekosten für Dusche, Flutlicht u.a. aus.

Foto: FV-Trainer Christian Rohr ist derzeit ohne Arbeit

Hinzu kommt, dass Corona auch zu einer großen Wirtschaftskrise führen wird. Dabei müssen gerade auch Sportvereine mit Wettkampfmannschaften mit einbrechenden Werbeeinnahmen rechnen. Über das „Geschäftsmodell Fußball“ müssen nicht nur die Bundesligavereine nachdenken, sondern auch die Amateurclubs. Vernunft scheint dabei ein guter Ratgeber zu sein. Auch die Fußballvereine dr unteren Spielklassen sollten ihre Entscheidungen nach wirtschaftlicher Vernunft und nicht nach sportlichem Erfolg treffen.
Ausgelöst durch die aktuelle Krise dürfte es jetzt in den Clubvorständen leichter möglich sein, über Entwicklungspotentiale, Strategien und Vereinsphilosophien nachzudenken. Ziel einer verantwortungsvollen Vereinsarbeit darf nicht in erster Linie die Höhe der Spielklasse sowie der Tabellenstand der aktiven Mannschaften sein, sondern das Bestreben, den eigenen Mitgliedern ein möglichst breites sportliche Programm zu bieten. Diese Mehrspartenclubs sind auch bei einer Krise besser aufgestellt So wie der FV 1912 Wiesental, der schon vor Jahren einen Paradigmenwechsel vollzogen hat und heute seinen fast 1.700 Mitgliedern Wettkampf- und Freizeitsport sowie Erlebnis- und Fitnessprogramme anbieten kann. Auch wenn derzeit der komplette Spiel- und Trainingsbetrieb ruht. Das Wichtigste ist jetzt ohnehin die Gesundheit der Menschen, auch für die Mitglieder unseres großen Vereins.